Nach Lissabon

Am Freitag, 9.9.2016, hat uns um 06:00 morgens der Wecker aus den Kojen geklingelt. Wir wollen von Porto direkt nach Lissabon segeln. Das sind ca. 170 – 180 Seemeilen, also eine Fahrt von einem Tag, einer Nacht und noch einem halben Tag.

Um 7 Uhr legen wir ab. Die Douro Marina in Porto hat uns sehr gut gefallen. Da wir auf diverse Teile aus Deutschland gewartet haben, waren wir aber recht lange hier; zwei Wochen. Wir freuen uns, dass es nun weiter geht!


In der Mündung des Douro  in den Atlantik begegnet uns bei Sonnenaufgang ein Großsegler.

Draußen erwartet uns wieder die Hohe Atlantikdünung. Die sind wir nach der langen Hafenzeit nicht mehr gewöhnt. Allen wird etwas übel. Bei Elke, Oskar und mir legt sich die Übelkeit nach einiger Zeit wieder. Nestor hat – wie immer – am meisten zu kämpfen. Ihm geht es erst nach ein mal Erbrechen besser.

Nach einigen Stunden mit Maschine kommt leichter Wind auf . Nicht viel, 7 – 9 Knoten. Wir setzen das nach Porto gelieferte Leichtwindsegel, den Code Zero.


Das Segel wird an einem Rüssel, ein Baum, der am Bug herausgeschoben wird, gesetzt. 


Wahnsinn! Bei Wind von nur 6.9 Knoten 6.2 Knoten Geschwindigkeit! Macht richtig Spaß!  

Vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp, wie man die Schoten von dem Segel richtig führt? Durch die Holepunkte der Genua? Das ist uns noch nicht ganz klar.

Bis gegen Mitternacht geht es so weiter teilweise bei zunehmendem Wind mit bis zu 8,6 Knoten Geschwindigkeit. Dann flaut der Wind ab. Wir fahren wieder mit Maschine. Bei Kap Raso kommt wieder Wind auf. Der legt immer stärker zu – 5-6 Beaufort – und nimmt auch vor der Maina Cascais (bei Lissabon) nicht ab. Nochmal schönes segeln, aber auch ein schwerer Anleger an der Tankstelle der Marina bei sehr starkem Seitenwind. Zum Glück kommen uns zwei Marineros zu Hilfe. 15 Uhr am Samstag, 10.9.2016, liegen wir sicher in der Marina Cascais.


Warm ist es hier, viel wärmer als noch in Porto. 

Am Sonntag wird erst mal ein Strandtag gemacht. Endlich auch mit guten Wassertemperaturen!


Und für die Grillfreunde unter Euch ein Bild aus Porto: