In St. Lucia

Von Mittwoch, 14.12.2016 bis Mittwoch, 28.12.2016 sind wir auf St. Lucia. Die Rodney Bay Marina ist voll mit ARC-Yachten. Kommt ein neues Schiff nach der Atlantiküberquerung in den Hafen, wird es lautstark von den schon Anwesenden begrüßt.

Wir erfahren, wie es anderen Yachten ergangen ist. Nicht alle sind so glücklich angekommen wie wir. Die Atlantiküberquerung ist eine enorme Beanspruchung des Materials. Ca. 3000 Seemeilen segeln die meisten Schiffe normalerweise in ca. 5-6 Jahren, nun aber in 3 Wochen. Etwa 25 Schiffe sind umgekehrt oder aus anderen Gründen nicht bis St. Lucia gekommen. Die Noah ist untergegangen, ein Schiff hat im Hafen von St. Lucia Feuer gefangen. Ein Schiff hat seinen Mast verloren, eins sein Steuerruder. Glücklicherweise ist den Menschen nichts ernsthaftes passiert. Wir freuen uns, dass unsere Freunde (bis auf die Noah) und wir gut in St. Lucia angekommen sind.

Mit befreundeten Crews machen wir eine Inselrundfahrt.

Der nette Fahrer Twin bringt uns einmal um die Insel. Wir stoppen u.a. bei seiner Tante und testen einheimische Fruchtsäfte.

Die Pitons, das Wahrzeichen St. Lucias.

Thomas von der Hamaka hat sich schon vor der Reise ausführlich mit dem Fischfang auf offener See beschäftigt. Er hat unterwegs eine Menge Fisch gefangen. Freundlicherweise gibt er uns eine Einführung  ins Hochseeangeln und präpariert einige Köder für uns.

Bei der ARC Abschiedsfeier am Samstag, 17.12.2016, erhalten die teilnehmenden Kinder eine Urkunde.

Am Strand. Links Mattis von der Eleonore.

Die Rodney Bay von Pidgeon Island aus gesehen.

Primus und sein Kollege Peter reinigen und polieren unser Boot. Super Arbeit, so sauber und glänzend hat es noch nie ausgesehen!

Primus ist, wie viele hier, Rastafari. Die Rastafaris sind eine Abspaltung der christlichen Religion mit vielen Bezügen zum alten Testament,  die in den 1930er Jahren auf Jamaika entstanden ist. 

Sie verehren Jah, Jehova, und den ersten Kaiser Äthopiens,  Haile Selassie, den sie als Reinkarnation des Messias ansehen. Daher werden oft die Landesfarben Äthiopiens,  Rot, Gelb und Grün getragen. Viele Rastas schneiden sich aus religiösen Gründen ihre Haare und Bärte nicht und tragen Dreadlocks.

Die Grefraths, die Eigner der gesunkenen Noah, sind mit dem Flugzeug nach St. Lucia gekommen. Schön, diese sympathische Familie trotz des Unglücks hier wieder zu treffen. Wir verbringen viel Zeit miteinander,  u.a. auf der Street-Party in Gros Islet, die jeden Freitag stattfindet.

Unser defektes Großsegel lassen wir bei Kenny Abernaty – Rodney Bay Sails- reparieren. 

Kenny war lange Torwart in St. Lucias Fußballnationalmannschaft. Er kennt alle guten deutschen Spieler (natürlich auch Toni Schumacher) und bewundert Jogi Löw. Nachdem er unser Großsegel gut und preiswert instand gesetzt hat, lassen wir bei ihm auch noch einen langen Reißverschluss in unsere Sprayhood einnähen, damit das mittlere Fenster geöffnet werden kann. So können wir im Hafen und am Ankerplatz den frischen und kühlenden Wind ins Cockpit lassen.

Wir machen einen Ausflug zur Halbinsel Pidgeon Island,  auf der sich ein schöner Park befindet.

Am Ende unseres Aufenthalts auf St. Lucia ankern wir in der Rodney Bay. Die Kinder können endlich vom Schiff aus  ins Wasser springen.

7 Gedanken zu „In St. Lucia“

  1. Willkommen in der EU
    Laut FindShip seid ihr auf oder bei Martinique, das zur EU zählt. Da wollte ich das Aldi-Talk-Angebot nutzen, für euch und uns kostenlos von Aldi Talk zu Aldi Talk zu telefonieren, aber die Verbindung ist zweimal abgebrochen. Schade. Also muss ich euch auf diesem Weg alles Gute im neuen Jahr wünschen und liebe Grüße von meinen Höynck-Verwandten ausrichten. Karin und ich sind voller Bewunderung ob eurer Leistung und euren Mutes, dieses tolle Unternehmen zu wagen.
    Heute Morgen war ich mit Bernd schwimmen, Thema wart natürlich ihr. Euer Vater, Schwiegervater und Opa war stolz wie ne Päädsköttel, verständlicherweise!
    Weiterhin alles Liebe und Gute, genießt euren Urlaub, denn am Montag fängt die Schule wieder an.
    Schiff ahoi
    Hermann

  2. Liebe Schlüters,
    es ist schön zu lesen, dass ihr mit der Diana die Atlantiküberquerung gut überstanden habt. Gespannt verfolgen wir eure Blogeinträge. Beim Anblick der Fotos könnte man fast neidisch werden 😉 Jakob würde jetzt auch gerne vom Schiff aus ins pipiwarme Wasser springen. Außerdem interessiert ihn, wie ihr Weihnachten gefeiert habt und wie es mit Geschenken aussah.

    Möge Jah auf der weiteren Reise auch euer Co-Pilot sein!

    Liebe Grüße aus Köln,
    Jonas, Nicole, Jakob & Erik

    1. Liebe Repkes,
      vielen Dank für Eure lieben Grüße. Mit Jah als Co-Pilot fühlen wir uns gut. Heligabend waren wir in der Marina auf unserem Schiff. Es gab natürlich einen kleinen Weihnachtsbaum. Die Geschenke fielen etwas bescheidener als daheim aus. Nestor hat ein Bodyboard bekommen und ein paar kleinere Sachen. Da hat er sich sehr drüber gefreut.
      Liebe Grüße von den Schlüters

  3. Hallo Ihr Lieben,
    so, ich bin auch wieder da. Herzlichen Glückwunsch zu Eurer Überfahrt, Mensch,Mensch, Mensch,da habt Ihr ja einiges erlebt. Da könnt Ihr stolz auf Euch sein. Wir wünschen Euch natürlich auch ein frohes und spannendes neues Jahr.
    So einen Sternenhimmel wie Du, Markus ihn beschrieben hast, würde ich auch gerne mal sehen.
    Lachen musste ich über Elkes Beitrag, dem Obst und Gemüse Namen zu geben. Die Vorstellung fand ich nett.
    Keiner war seekrank, bestens.
    Wir wünschen Euch viele tolle Erkundungen, tolles Wasser ,gute Erholung und und und…
    Wir drücken Euch,
    Claudia, Peter, Jannis und Leonard

  4. Der ältere Mann aus Poll grüßt mal wieder–

    Toll, dass bis zu diesem Punkt alles positiv verlief, ich gestehe ja: Neid schwingt mit..
    Und ich hoffe und wünsche, dass Ihr (ich erlaube mir jetzt mal diese Anrede..) weiterhin
    den guten Wind und die ruhige See auf Eurer Seite habt…

    In diesem Sinne: alles erdenklich Gute für das Jahr 2017, Gesundheit, Navigationsgeschick
    in allen Lebenslagen und weiterhin ganz viel Freude und viele schöne Erlebnisse..

    Peter Hansen

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