Ausflug zu den Montanas Fuegos –  den Feuerbergen

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Am Dienstag,  den 18.10.2016,  machen wir mit den Crews der Step by Step und der Joemi einen Ausflug in die Montanas Fuegos,  die Feuerberge. Die Crew der Joemi haben wir hier in der Marina Rubicon kennengelernt,  Sabrina und Oliver und ihre Töchter Emilia und Johanna segeln mit ihrer Amel 53  auch mit der ARC in die Karibik.

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Bevor wir uns in die Vulkanwüste aufmachen,  vertrauen wir uns den hiesigen Wüstenschiffen an und machen einen Dromedarritt. Eine Vielzahl von Dromedaren in Karawanen von rund 10 Tieren tragen Touristen über einen 15minütigen Rundpfad durch die schwarze Lavaasche. Interessante Erfahrung,  es schaukelt ziemlich in luftiger Höhe,  aber keiner wird seekrank  (wobei wir in der Hinsicht natürlich abgehärtet sind). Dromedare können sich zum Auf-  und Absteigen hinknien,  sie wuchten zuerst ihre Hinterbeine in die Höhe oder knicken ihre Vorderbeine ein,  in beiden Fällen wird man munter nach vorne geschleudert. Die Eltern halten sich fest und die Kinder finden es super und wollen direkt noch mal!

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Danach geht es zum Besucherzentrum im Nationalpark Timanfaya. Zunächst zahlt man an einer Schranke und steht eine halbe Stunde in einer langen Autokolonne auf der Straße. Dass man den Nationalpark besser nachmittags besucht,  weil morgens die Reisebusse dort eintreffen,  haben wir in der Schlange im Reiseführer gelesen… Im Besucherzentrum haben wir zuerst an der dreiviertelstündigen Bustour durch die Lavafelder teilgenommen. Lanzarotes Süden ist im 18. Jahrhundert durch 6 Jahre andauernde vulkanische Eruptionen wahrlich verwüstet worden. Ein Viertel der Insel ist seitdem mit meterhoher Schlacke bedeckt. Im Nationalpark fährt man durch sehr eindrucksvolle Lavalandschaften, schwarze Stricklava,  hohe Krater, roter Sand,  kein Grün und auf den ersten Blick auch kein Leben. Im Reiseführer lesen wir,  dass der Film Planet der Affen seinerzeit auf Lanzarote gedreht wurde und das kann man sich gut vorstellen. Es ist schon eine eigenartige spezielle Landschaft. Leider kann man die Gegend nicht auf eigene Faust zu Fuß erkunden,  es ist nur die schmale Straße,  auf der die Busse fahren,  angelegt worden. Querfeldein zu gehen, ist fast unmöglich und außerdem nicht erlaubt.

p1020061Da steht Salida de Emergencia, d.h.Notausstieg im Busfenster. So sieht es tatsächlich dort aus.

p1020062Und so.

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Und so.

Für uns pittoresk, aber wie schrecklich muss es für die Einwohner gewesen sein, nach 6 Jahren der Evakuierung ihre Heimat so vorgefunden zu haben. Und obschon die Flechten eifrig das ihrige tun und rackern, um Mutterboden zu erzeugen, wird es noch  einige hundert Jahre dauern, bis die Gegend wieder halbwegs fruchtbar sein wird.

Nach Rückkehr ins Besucherzentrum bestaunen wir die eine und andere Vorführung. Es wird z.B. Wasser in Lavaschlote geschüttet, das Sekunden später in sog. Isloten meterhoch in den Himmel schießt.

p10200671. Akt

p102006820 Sek. später

Die Erde ist stellenweise so heiß,  dass Reisigzweige,  die in eine Vertiefung in den Boden gesteckt werden,  nach kurzer Zeit lichterloh brennen.

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Und wir bestaunen den Lavagrill,  in dem die Wärme zum Grillen von Hähnchenschenkeln und Sardinen genutzt wird.

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Das Logo des Nationalparks, gestaltet von Ceasar Manrique